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Die Ruine im Fiddle-Fieber

Irish Stew mit Balladen und rockigen Songs

Windeck. Wenn Irish Stew auftritt, scheint eine große Fangemeinde sie zu verfolgen. Etwa 350 Fans der sechsköpfigen Windecker Band tummelten sich vor der wilden Kulisse von Burg Windeck, die so ausnehmend gut zu deren irisch-schottischen Songs passt.

Romantisch, melancholisch, fröhlich oder rockig, Frontsänger Günter Koch und die vorzüglichen Begleiter an den Instrumenten beherrschen die gesamte Klaviatur der Gefühle. „Guinness, Fun & Folk" stand auf ihrem Programm beim Kulturfestival an Windecks Wahrzeichen. Da wurde musikalisch ebenso gestreichelt wie die raue Seite des irischen Menschenschlags, der dem Umgang mit dem Meer trotzen muss, herausgekitzelt.

Den überwiegend traditionellen Folksongs verpasst die Band ihren eigenen Stempel. Die typisch keltischen Instrumente wie Mandoline, Gitarre und Bodhran gehen eine moderne Liaison mit den E-Instrumenten Gitarre, Geige und Cello ein. Aus der Nebelmaschine steigen die Schwaden auf, wenn von King George gesungen wird, die Fiddle nimmt atemberaubendes Tempo auf. Imposant dröhnt der Gesang der Wale, bevor sie in „The Bonny Ship" den Walfängern ins Netz gehen. Nach den ruhigen Balladen zu Beginn, sotgten die treibenden Takte der Folk-Songs für ausgelassene Stimmung.

Extablatt - Siegburger Wochenende 27.06.2009 von Sylvia Schmidt